Eine Reise über die Außerfernbahn
mit Lokführer Holger Behnk vom Bw Kempten:
(Nachdem ich seit kurzem über einen ISDN-Anschluß
verfüge, wird diese Streckenbeschreibung in der nächsten Zeit mit einer Reihe
von Streckenfotos ausgestattet. Also Fotofans, bitte noch ein wenig Geduld!)
Teil 1: Kempten (Allgäu) Hbf - Oy-Mittelberg
Ich möchte Euch hier 'meine' Strecke an Hand einer virtuellen Fahrt
vorstellen. Die Bilder, die ich Euch zeige, sind natürlich nicht alle an einem
Tag und bei einer Fahrt geschossen. Ich möchte hier Fotos aus verschiedenen
Jahren und Jahrzehnten auf dieser Strecke zeigen und hoffe, dass ich von einigen
von Euch ein wenig Unterstützung bekomme (schließlich war und bin ich ja auch
nicht täglich mit der Kamera an der Strecke ...)
Die hier beschriebene Fahrt führen wir mit einem VT 628.0 durch, sie kann 2002
aber durchaus auch mit einem VT 627.1, 628.1, 628.2, 628.4 oder 642 erfolgen,
bzw. bei Sonderfahrten mit 218 usw. (manche dieser Fahrzeuge jedoch nur auf
Teilen der Strecke...)
Die
Fotos sind alle komprimiert. Wer sie in groß betrachten möchte, braucht sie
nur anzuklicken.
Beginnen wir also am Gleis 5 des Hauptbahnhofes von Kempten. Dieser liegt bei Streckenkilometer 0,4 - früher begann man mit Kilometer 0,0 im alten Hauptbahnhof. Die Strecke Kempten - Pfronten-Ried wurde am 01.12.1895, der neue Bahnhof abseits des Stadtzentrums am 28.09.1969 eröffnet. Unser Zug (natürlich mit einem Lokführer des Bw Kempten) ist startklar, so können wir unsere Reise in 705 m Höhe beginnen ... [Infos: Kempten]
Nachdem wir aus dem Kemptener Hauptbahnhof ausgefahren sind, überqueren wir
die Illerbrücke. Links von unserer Eisenbahnbrücke befinden sich noch 2 andere
Brücken. Über die Erste, die unserer Eisenbahnbrücke sehr ähnlich ist,
quälen sich besonders im Berufsverkehr die Pkw. Wie viele Autofahrer wissen
noch, dass über diese Brücke einst die Eisenbahn fuhr? Von hier aus ging es
von München/Augsburg und Ulm direkt in den (alten) Kemptener Hauptbahnhof. Der
Schumacher-Ring
führt erst seit Mitte der 80'er Jahre des 20. Jahrhunderts über diese
Brücke. Diese beiden Brücken entstanden in den Jahren 1904 - 1906.
Hinter dieser Straßenbrücke befindet sich noch die König-Ludwig-Brücke, eine Holzbrücke, über die
heute ein Fußgängersteg führt. Dies war einst die erste Eisenbahnbrücke
über die Iller, bis die beiden oben erwähnten Betonbrücken entstanden.
Unmittelbar nach Überqueren der Illerbrücke, etwa bei km 1,0 zweigt unser Gleis der Außerfernbahn nach rechts ab. Die zweigleisige Strecke führt die Züge Richtung Buchloe - München und die links abzweigende eingleisige Strecke führt über Memmingen nach Ulm. Wie gesagt zweigt unsere Außerfernbahn rechts ab. Nach kurzer Zeit bremst der Lokführer von der bisher zulässigen Geschwindigkeit (40 km/h) auf 20 km/h ab, denn kurz nach überqueren des Bahnübergangs "Sankt Mang I" (Ludwigstraße) folgt ein unbeschrankter Bahnübergang. Wenige Meter danach zweigte bis Anfang 2001 ein Gleisanschluss nach links ab. Hier befand sich einst das Auslieferungslager der Fa. VW-Seitz in Kempten. Leider ist mir nicht bekannt, wie viele Wolfsburger Pkw hier über die Rampe abgeladen wurden. Nun ja, später übernahm die "Schmiedegenossenschaft" dieses Areal. Diese Firma ging wiederum in den "Metalleinkauf Kempten" auf. Nach dem Ende dieser Firma um das Jahr 2000 wurden deren Gebäude und die Laderampe abgerissen - im Jahr 2001 entsteht hier Wohnbebauung, so dass dieser Anschluss stillgelegt und die Weiche entfernt wurde.
Noch ein paar Meter, so liegt auf der rechten Seite, vor und hinter dem Bahnübergang "Sankt Mang II" der Haltepunkt St. Mang (km 1,8, Bedarfshalt, früher Kottern-Neudorf). In diesem Bereich zweigen bzw. zweigten die Anschlüsse des Elektroschmelzwerks Kempten, Fa. Föll, Fa. Noerpel, Spinnerei und Weberei Kottern, Alpensilber-Käsewerk (später Molkerei-Zentrale) sowie DB-seitig ein eigenes Anschlussgleis mit Ladehof ab.
Noch kurz begleitet uns das Gewerbegebiet St. Mang links und rechts unserer Strecke, bis wir dann endlich durch grüne Wiesen fahren. Doch wenige Minuten später erreichen wir schon den Bahnhof Durach (km 3,9). In diesem Bahnhof befindet sich die erste Möglichkeit, dass Züge kreuzen können. Planmäßig geschieht dies Mo - Fr um 7.07 Uhr, wenn der Schülerzug, RB 5502 Pfronten-Steinach - Kempten mit dem RB 5505 kreuzt. Aber auch bei gelegentlichen Sonderfahrten oder z.B. Schneepflügen bzw. Skl der Bahnmeisterei wird das 2. Gleis benötigt. Bis ca. 1988 hatte dieser Bahnhof auch noch einen Gleisanschluss, der aber stillgelegt wurde. [Infos: Durach]
Wenn der Duracher Fahrdienstleiter die einzige handbediente Schranke der gesamten Strecke, die wenige Meter nach Bahnsteigende die Straße absperrt, geschlossen hat, kann er uns "Ausfahrt ziehen", also das Ausfahrsignal auf Fahrt stellen. Wenn sonst alles ok. ist, also alle Türen geschlossen sind usw., muss unser Zug die erste größere Steigung angehen. Solange die Schienenverhältnisse gut sind ist dies kein Problem. Aber im Herbst bei Laubfall u.ä. muss der Lokführer ganz vorsichtig aufschalten und evtl. ein wenig mit dem Sand spielen, um die Steigung optimal (und für das Fahrzeug schonend) zu bewältigen. Das gilt natürlich auch für einsetzenden Regen / Nebel nach längerer Trockenheit u.ä. Dem Reisenden bleibt ein Blick auf den Duracher Flugplatz auf der rechten Seite.
Nach ein paar "S-Kurven", vorbei an einem Bauernhof (rechts) und Pferden (links) haben wir am Ende einer kleinen Bewaldung das Ende der ersten Steigung erreicht. Links, parallel zu unserem Gleis, liegt die Bundesstraße B 309, die uns noch eine ganze Weile begleiten wird. Und gleich fahren wir unter einer Brücke hindurch. Über sie führt die Autobahn A 980. Die Autos, die über die Brücke nach links fahren, sind nach wenigen 100 Metern am Autobahnkreuz Allgäu, wo sie Anschluss an die A 7 finden, rechts geht es Richtung Isny / Lindau / B 12. Bevor die Autobahn gebaut wurde, lag unser Gleis hier ein gutes Stück weiter rechts.
Und schon hat unser Tfz den Einschaltkontakt des Bü "Eizisried" befahren. Von den Fahrgästen unbemerkt, geht an besagtem Bahnübergang zunächst eine Ampel von Gelb auf Rot, so dass also alle Benutzer der Straße anhalten müssen, kurz daraufhin schließen die dazugehörigen Halbschranken. Wenn nun alles in Ordnung ist, beginnt das dazugehörige Überwachungssignal zu blinken (Bü 1). Bei diesem Bahnübergang handelt es sich also um eine sogenannte BliLo, also eine Blinklichtanlage, die vom Lokführer mittels des Überwachungssignals überwacht ist. Sollte an dem Bahnübergang einmal etwas nicht stimmen, also blockiert z.B. ein Auto einen Schrankenbaum, hat der Blitz eingeschlagen, spinnt die Technik usw., dann blinkt das dazugehörige Überwachungssignal nicht (Bü 0). Der Lokführer (Tf) muss nun am Überwachungssignal die Wachsamkeitstaste der PZB (Indusi) betätigen, da er sonst eine Indusi-Zwangsbremsung bekommen würde. Danach bremst er herunter und hält vor dem gestörten Bahnübergang. Nun wird er versuchen, die Schrankenanlage mit einem Schlüssel einzuschalten. Sollte ihm dies nicht gelingen, muss der Bahnübergang "von Hand" abgesperrt werden. Aber das kommt ja nur selten vor.
Unser Zug überquert jedoch mit der hier zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h den Überweg. Kurz daraufhin steigt unsere Strecke wieder an und nach ein paar leichten Kurven erreichen wir den Haltepunkt Sulzberg. Wenige Meter vor dem Bahnsteig erkennen wir auf der rechten Seite einen alten Eisenbahnwaggon, umgeben von einer Reihe von Blumen, Kräutern u.ä. Hier liegt der Kreislehrgarten der Gartenbauvereine des Oberallgäus. Früher war hier ein Anschlussgleis der örtlichen Raiffeisenbank. Den Arbeitszug der einst in einer Sommernacht die Weiche zu diesem Anschlussgleis herausgerissen hat, habe ich selbst als Lokführer gefahren. Dabei war ein großer Gleiskran, der solche Dinge natürlich schnell erledigt. Das einstige Bahngebäude haben die Blumenfreunde aufgekauft und in die ehemalige Güterhalle einen Tagungs-Saal eingebaut.
Der Haltepunkt Sulzberg (km 6,9) selbst wird nur bei Bedarf bedient. Er liegt im Weiler Sulzberg-Ried. Der Ort Sulzberg selbst ist ein paar km entfernt. Direkt nach dem Bahnsteig überqueren wir die Straße, die nun rechts nach Sulzberg führt. Ab hier steigt die Strecke wieder extrem an. Nach wenigen 100 Metern liegt links das Lagerhaus der EVG Erkheim. Dies war früher das Lagerhaus der Raiffeisenbank Durach-Sulzberg mit eigenem Anschlussgleis, welches einst den in diesem Absatz beschriebenen Anschluss am heutigen Kreislehrgarten ersetzt hatte. Aber auch dieser Anschluss wurde mittlerweile entfernt. [Infos: Sulzberg]
Nun fahren wir wieder durch die grüne Allgäuer Landschaft. Nach ein paar Kurven überqueren wir die Autobahn A 7, unmittelbar danach steht das Einfahrsignal des Bahnhofs Jodbad-Sulzbrunn. Nachdem wir unter der B 309 hindurchgefahren sind, befinden wir uns im Bf. Jodbad-Sulzbrunn (km 8,4). Unser Zug fährt planmäßig durch Gleis 2 - Gleis 1 ist derzeit vorn und hinten durch Sh2-Tafeln gesperrt. Der Bahnhof ist aber absolut 'intakt', könnte also von einer Minute auf die andere wieder in Betrieb genommen werden. In den letzten Jahren wurde er hauptsächlich zur Kreuzung von Güterzügen oder auch Sonderzügen benötigt. Sind wir froh, dass er noch da ist, wer weiß, wann man (manchmal vielleicht auch kurzfristig) diesen Bahnhof noch dringend brauchen kann. Wenn erst mal ein Schienenstück rausgeschnitten ist, dann ist es zu spät!!!
Unmittelbar nach dem Bahnsteig folgt ein Bahnübergang (die kreuzende Straße führt nach Schlechtenberg), der mit max. 30 km/h zu befahren ist. Danach geht es weiter ansteigend und recht kurvig weiter. (Nach etwa 300 Metern zweigt von der rechts liegenden B 309 eine Straße in Richtung "Römerquelle" ab. Hier geht es zur Fachklinik 'Römerhaus' für alkoholkranke Menschen, die oftmals gute Kundschaft für den Bf. Jodbad darstellen.
Unser Zug fährt nun weiter bergauf durch grüne Wiesen. Der Bedarfs-Haltepunkt Bodelsberg (km 12,0) liegt inmitten von zwei durch Schrankenanlagen gesicherten Bahnübergängen. Nach dem 1. Bahnübergang, der die Ortsstraße nach Bodelsberg quert (das Dorf, welches wir gerade linker Hand sahen) liegt der Bahnsteig in Richtung Kempten. Direkt danach, also nach dem 2. Bahnübergang (welcher die B 309 kreuzt) der Bahnsteig Richtung Pfronten.
Nun braucht unser Lokführer eine Weile nicht 'Gas zu geben'. Hier fällt das Gelände, während uns die B 309 parallel auf der linken Seite folgt. Nach kurzer Zeit bremst der Lokführer auf 20 km/h, denn ein Bahnübergang, über den eine Verbindungsstrasse von der B 309 nach Stellenmoos führt, kreuzt unser Gleis und just an dieser Stelle fehlt der sogenannte Stauraum, d.h. wenn von rechts z.B. ein Traktor mit Hänger käme, der ja in die B 309 einbiegen will, dies aber wegen dichtem Verkehr nicht kann, würde er ja auf unserem Gleis stehen.
Also, heute kommt niemand, wir können unseren Zug wieder auf 60 Sachen beschleunigen, werfen kurze Zeit später am nächsten Überweg den Blick auf den Bauernhof direkt rechts neben dem Gleis, denn der Bewohner dort ist schließlich ein gebürtiger Petersthaler. Ja, man kennt so seine Leute ...
Hinter der A 7 können wir kurz einen Blick auf den Rottachsee und mein Heimatdorf Petersthal werfen. Bald darauf erreichen wir den Haltepunkt Zollhaus-Petersthal (km 13,6). Dies war früher ein richtiger Bahnhof mit zwei Gleisen sowie Ein- und Ausfahrsignalen. Hier hatte früher die Raiffeisenbank Petersthal (bei der ich zufällig Mitglied bin...) einen Lagerschuppen mit Gleisanschluss. Auf der linken Seite ist der Bahnsteig und kurz darauf sieht man den Rest eines viereckigen Fundamentes. Hier stand damals dieser Schuppen. (Auch an dieser Stelle einmal ein 'Vergelt's Gott' an Peter Kögel von der Raiffeisenbank Petersthal, denn diese stellt uns seit Jahren einen großen Raum zur Verfügung, in dem wir das Petersthaler Archiv untergebracht haben und der uns auch als Arbeitsraum zur Verfügung steht ...) [Infos: Zollhaus-Petersthal Petersthaler Archiv ]
Kurz nach dem Haltepunkt, ab dem die Reise mit 50 km/h weitergeht, fahren wir
durch Zollhaus, am nächsten Bahnübergang fällt unser Blick auf die links
liegende St.-Magnus-Kapelle (Erbaut 1742). Von
nun an fällt die Strecke einige Zeit lang. Am Ortsende von Oberzollhaus queren
wir wiederum die B 309. Direkt nach diesem Übergang biegt von der B 309 nach
rechts die Kreisstraße nach Petersthal ab (dorthin, wo ich daheim bin.) An
dieser Kreuzung steht das heutige Holzwerk Filleböck. Hierbei handelt es sich
um das ehemalige Milchwerk der Milchverwertung Rottachtal, welches am 27.12.1967
eröffnet wurde. Die Petersthaler Bauern wollten damals statt ihrer Käsküchen ein zentrales Milchwerk schaffen. Es fand sich jedoch auf
Petersthaler Flur kein geeignetes Grundstück, so dass das Milchwerk hier bei
Zollhaus entstand. Mit Inbetriebnahme des Milchwerkes wurde die Milch von 275
Bauern aus Petersthal, Sulzberg, Bodelsberg und Mittelberg hierher geliefert,
die bisher von 17 Sennereien verarbeitet wurde.
Aufgrund der nationalen und internationalen Agrarpolitik (EU!) war man jedoch
bald gezwungen, mit dem Milchwerk in Sonthofen zu fusionieren, es entstand die
OMS (Oberallgäuer Milchwerk Sonthofen-Zollhaus). Bald darauf wurde der Betrieb
Zollhaus dichtgemacht (er wäre wohl noch heute einer der besten Betriebe der
Firma - rentabler wie Sonthofen ...). Auch OMS kennen nur noch wir 'älteren';
die Firma ist heute 'Allgäuland' und einer der größten Firmen in
Süddeutschland, die Milch verarbeiten. Aber irgendwann kommt wohl der Tag, an
dem ein Holländer den Laden schluckt - GUTE NACHT ALLGÄU !!!
Der geneigte Leser wird sicherlich Parallelen zu vielen ehemals gutgehenden
deutschen Firmen finden (ein Hoch auf die EU !)
Nun, bevor wir uns noch weiter über die Politik aufregen, folgen wir unserer Strecke durchs sogenannte Millionen-Loch. Hier ist früher (vor meiner Zeit) oftmals der Hang abgerutscht - über Jahre wurden wohl Millionen investiert, um das Bahngleis dort zu belassen, wo es heute noch ist. Kurz danach quert unsere Wege die Verbindungsstraße nach Multen (links oben - recht unten geht es zur B 309). Rechts sehen wir nun wiederum die Autobahn A 7, die auf der großen Rottachtalbrücke unser gleichnamiges Tal überquert. Parallel führt eine große 380 kV-Hochspannungsleitung. In den 80'er Jahren des 20. Jahrhunderts versuchte mal jemand, einen der Masten der Leitung zu sprengen, der Mast wäre dann in die Autobahnbrücke gefallen und sie beschädigt (oder ggf. zerstört ?). Bevor der Mast gesprengt wurde, wurde das entdeckt (genaue Hintergründe weiß ich nicht mehr.) Die Mooswiesen rechts und links neben dem Bahngleis, welche hinter der Autobahnbrücke weitergehen, werden von den 'Abwassern' des Schwarzenberger Weihers gespeist, welchen wir in Kürze sehen werden. Das Wasser dieses Mooses bildet ein Stück hinter der Autobahnbrücke die Rottach, die dann in unseren Rottachsee fließt. (Näheres hierzu demnächst unter 'Rottachsee' auf dieser Homepage.)
Nachdem wir am Bahnübergang 'Wasenmühle' wieder einmal die B 309 überquert haben, legt unser Tf seinen Fahrschalter wieder nach vorne, denn nun steigt die Strecke wieder an.
Links hinter der B 309 erkennen wir nun den Schwarzenberger Weiher, rechts hinter dem Wald kommt wiedereinmal die A 7 hervor. An dieser Stelle verlief unsere Bahntrasse einst weiter Rechts, der heutige Bahndamm wurde anlässlich des Autobahnbaus um 1985 erstellt. In einem großen Rechtsbogen überqueren wir die A 7 und schwenken Richtung Oy. Der nächste beschrankte Bahnübergang folgt (Ortsverbindungsstraße B 309/Schwarzenberger Kreuzung - Oy), rechts daneben erkennt man noch ein geteertes Stück der alten B 309, die ebenfalls mit dem Autobahnbau weichen musste. Während wir das Einfahrsignal von Oy-Mittelberg und einen danach folgenden Feldweg passiert haben, kündigt der Lokführer über Lautsprecher den nächsten Halt an. Nachdem wir auch noch eine beschrankte Straße passiert haben, fahren wir in Oy-Mittelberg (km 17,6) nach Gleis 1 ein, während der kreuzende Gegenzug uns bereits in Gleis 2 erwartet. Mit 908 m Höhe ist dies der höchste Außerfern-Bahnhof auf deutschem Gebiet, zur Bauzeit war er der höchstgelegene Bahnhof im Deutschen Reich. [Infos: Oy-Mittelberg ]
Stand: 29.09.2002